Seien Sie herzlich willkommen unserer Pfarrkirche Simon und Judas Thaddäus hier in Poppenlauer!
Unsere Kirche hat schon eine lange Geschichte. Sie ist schon über 1000 Jahre alt. Die Zeichnung der Um- und Neubauten will Ihnen da ein wenig helfen.
Schon im Jahr 999 am 23. Oktober wurde von Kaiser Otto III seinem Hofkaplan Siggo ein Landgut in den Dörfern „Popponlurun et brunnum" im Grabfeldgau übertragen. Dem Hofkaplan war es wichtig, dass er in seinem Besitz auch Gottesdienst feiern konnte. So errichtete er an dieser Stelle eine kleine Kapelle.
Was für uns heute wichtig ist, ist unser Altar an dem heute wir Gottesdienst feiern. Denn bei Ausgrabungen in den Jahren 1976/77 fand man unter dem heutigen Altar noch Überreste eines früheren Altars, der ungefähr 1000 Jahre alt ist. Unsere Vorfahren also haben sich schon seit 1000 Jahren hier versammelt. So tun wir es heute immer noch.
Ganz klar hat unsere Kirche im Laufe der Jahrhunderte manche Umbauten und Erweiterungen erfahren. Manche Veränderungen haben ihre Spuren in der Ortsgeschichte hinterlassen.
So war ein erster völliger Neubau im Jahr 1494 notwendig. Den Originalstein für den Türstock sehen Sie im Eingangsbereich unserer Kirche links unten eingemauert. Er trägt in gotischen Buchstaben und in der damals üblichen Zahlendarstellung die Inschrift: Anno Domini 1494.
Schon bald fand die Reformation ihr Einzug nach Poppenlauer, nachdem das Geschlecht der Henneberger sich an der neuen Lehre orientierte.
Allein die „Würzburger Höfe und die Höfe des Deutsch-Herren-Ordens blieben katholisch. So geschah hier in Poppenlauer etwas, das wir heute gar nicht mehr kennen: Eine Kirche diente beiden Konfessionen als Gottesdienstraum. So etwas nennt man in der Fachsprache Simultaneum. Dieses Simultaneum bestand bis zum 3. April 1833. Dann wurde es aufgehoben.
Mittlerweile war auch die Kirche aus dem Jahr 1494 wieder baufällig geworden. Auf Anordnung des bayerischen Königshauses musste die Kirche abgebrochen werden. Das war im Jahr 1854.
Innerhalb von 7 Monaten(!) wurde die Kirche in ihrem jetzigen Umfang gebaut und am Fest der Kirchenpatrone Simon und Judas Thaddäus am 28. Oktober 1854 vom damaligen Bischof von Würzburg Georg Anton Stahl eingeweiht.
Im Jahr 1998 wurde die Kirche neu renoviert und man versuchte wieder etwas von der Farbigkeit und dem Aussehen von 1854, also von der neugotischen Fassung zu geben.
Dabei haben wir einige Sachen zusammen getragen, oder wieder in Gebrauch genommen, die schon vorher in der Kirche waren. So sehen Sie links und rechts vom Haupteingang die beiden großen Tafeln, die das Leben des hlg. Josef erzählen. Sie waren die Türen am ehemaligen Flügelaltar. Schauen Sie sich die Figur des hlg. Josef einmal näher an. Ganz selten findet man die Darstellung dieses Heiligen in Arbeiterhose. Links und rechts sehen Sie Nachbildungen unserer beiden Kirchenpartone, der Apostel Simon und Judas Thaddäus. Sie wurden nach Alten Fotos zusammengetragen.
Auch wenn unsere Kirche keine besonderen Kunstwerke aufweisen kann, ist sie durch ihre Geschichte ein wichtiger Ort, ein Platz der Ruhe und Besinnung, vor allem eine Statte des Segens für unser Dorf geworden.
So laden auch wir Sie herzlich ein, hier unsere Kirche anzuschauen und etwas Ruhe zu spüren und Gottes Segen mitzunehmen. Den Text und die Bilder finden Sie im Flyer (PDF-Datei)
Gastfreundschaft
lebt vom Geben und Nehmen
Du kommst jetzt zu uns herein,
sei uns willkommen.
Wir wollen uns freuen,
dir eine Rast auf deiner Reise anbieten zu können.
Gib dich aber nicht zufrieden,
von uns zu profitieren.
Lass auch uns profitieren von dem,
was du lebst, was du weißt, was du hoffst.
Schenk uns die Gemeinschaft mit dir
als Gegengabe für dein Zusammensein mit uns.
Das wünschen wir und nichts anderes!
Dass unser Zusammensein dazu führt,
miteinander zu sprechen,
miteinander zu teilen,
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